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Klengels Mutter
Die Mutter des Malers 1771, Radierung Kupferstichkabinett Dresden

Nach vierjährigem Unterricht - man hat ihm seiner außergewöhnlichen Qualifikation wegen zwei Ausbildungsjahre erlassen - erhält Klengel im November 1771 einen amtlichen Lehrbrief.Seine Begabung, das unermüdliche Studium der alten Meister und der üppigen Natur in Dresdens Umgebung lassen allmählich einen eigenen Stil reifen. Obwohl er in seinen jungen Jahren manch harten Kampf zu bestehen hat, indem ihm besser Empfohlene vorgezogen werden und ihm seine ärmliche Herkunft eine eingeengte sparsame Lebensweise vorschreibt, setzt er sich mit Fleiß und Ausdauer durch. Im April 1774 stirbt sein Lehrmeister Dietrich. Klengels Aufenthalt in dessen Hause ist damit beendet. Nun ist er auf sich selbst gestellt, dreiundzwanzigjährig, höchst talentiert, aber wirtschaftlich in sehr bescheidenen Verhältnissen lebend. Von den Eltern in Kesselsdorf hat er keine Zuwendungen zu erwarten, denn auch deren Existenz ist hart und entbehrungsreich. Doch der Sohn geht mit Elan und Fleiß das Leben an und schafft allein im Todesjahr des Meisters drei Gemälde: Flußlandschaften, sämtlich auf Holz gemalt.Akademiedirektor Hagedorn bewirkt beim Kurfürsten durch Reskript v. 29. Januar 1777, Johann Christian Klengel zum Mitglied der Dresdner Kunstakademie zu ernennen. Damit ist dieser der erste aus der Akademie selbst hervorgegangene Maler, dem eine solche Auszeichnung zuteil wird.Für ein Jahresgehalt von 120 Talern ist er jetzt verpflichtet, „... jährlich eine oder etliche Arbeiten seiner Kunst für die kurfürstlichen Kabinetts unentgeldlich zu liefern, sowie Schüler für den Eintritt in den Aktsaal und zum Zeichnen nach den Antiken vorzubereiten.“ Eine bedeutende Anzahl angehender junger Maler unterrichtet er nun, wovon einige sich alsbald einen Namen machen: Heinrich Wehle, Johann H. Mencke, Johann Gottlieb Stamm, Traugott Faber.

Rebecca
Klengels Frau Rebecca Federzeichnung, aquarelliert Germanisches Nationalmuseum Nürnberg
 

 

Am 18. April 1781 heiratet Christian Klengel in Kesselsdorf die aus Nürnberg stammende Kaufmannstochter Rebecca Wolrad (geb. am 19. Dezember 1753). Offensichtlich hat er die vor längerer Zeit erbetene Wohnung des Kupferstechers Adrian Zingg (1734-1816) doch noch bekommen, denn sein erstes Kind Christina stirbt in der Mansardenwohnung der Akademie im Dezember 1782, wenige Monate nach der Geburt. 1783 wird der Sohn August Alexander geboren, zwei Jahre später die Tochter Emilie Charlotte.Die Berliner Kunstakademie ernennt Klengel 1786 zum Ehrenmitglied - ein Zeichen der wachsenden Anerkennung und Wertschätzung des Künstlers in Fachkreisen. Als Dank übereignet er daraufhin der Akademie ein großes Landschaftsgemälde.Dem jungen Maler geht endlich ein lang ersehnter Wunsch in Erfüllung: Im Herbst 1790 gewährt ihm der Kurfürst die Mittel zu einer zweijährigen Studienreise nach Italien. Klengel hält sich vorwiegend in Rom auf und durchstreift die Umgebung der „Heiligen Stadt“: Campagna, Tivoli, Lago Bolsena. Er fertigt zahlreiche Skizzen an und wertet sie dann zu Radierungen aus. Einige Ölgemälde entstehen, darunter die später in den Besitz der Dresdner Galerie kommende „Landschaft mit dem Tempel der Minerva Medica“. Doch bleibt die Reise ohne nachhaltigen Einfluß auf sein weiteres Schaffen, sie stimmt seine Grundhaltung nicht um - seine Kunst bleibt der Heimat verbunden.



Letzte Aktualisierung ( Dienstag, 05 September 2006 )
 
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