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Christian Klengel - Seite 1
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Nur wenigen unserer heutigen Mitmenschen dürfte der Name Johann Christian Klengel ein fester Begriff sein. Ein nahezu vergessener Künstler. Sehr zu Unrecht, wie Egbert Steuer nachfolgend zu beweisen versucht. In seiner 2001 vom Heimatkreis Kesselsdorf herausgegebenen, von Kunstwissenschaftlern und interessierten Kunstfreunden stark beachteten Biografie mit vielen bisher nicht bekannten Details stellt er Leben und Werk des vor zweieinhalb Jahrhunderten in Kesselsdorf geborenen, zu seiner Zeit populären Malers vor. Egbert Steuer, Jahrgang 1936, gehörte nach einem Musikstudium (Geige) jahrzehntelang der Dresdner Philharmonie an. Nach seiner Pensionierung widmete sich der Kammervirtuos ganz seinem Hobby, der Erforschung der Heimatgeschichte und des Lebens bedeutender Persönlichkeiten unseres Dorfes.

 Klengel
Das Porträt Klengels (1812, Kreide, Kupferstichkabinett Dresden),
schuf Carl Vogel von Vogelstein,
Hofmaler und Professor in Dresden
 

 

"Schiffbruch", um 1820, Öl auf Leinwand, Städtische Kunstsammlungen Chemnitz

 

 


Klengel Bilder

Mit der Maus über das Bild gleiten...

"Vollmondstimmung am See", 1804, Öl auf Leinwand, Museum der bildenden Künste Leipzig

 Der Maler Johann Christian Klengel (1751 - 1824)

Inmitten der entbehrungsreichen Zeit nach der Schlacht bei Kesselsdorf verschlägt es den Bierbrauer Johann Gottfried Klengel in den kleinen Ort unweit der sächsischen Residenzstadt Dresden. Seine Frau holt er sich aus dem gleichen Dorf - 1747 heiratet er die einundzwanzigjährige Bauerntochter Anna Rosina Pietzsch und übernimmt das Gut der Schwiegereltern. Nach der Geburt einer Tochter im zweiten Ehejahr folgt am 5. April 1751 früh um 3 Uhr ein Sohn, den man drei Tage später auf den Namen Johann Christian tauft. Der Knabe wächst in beengten Verhältnissen auf und muß schon sehr zeitig in Haus und Hof mithelfen. Als Hirtenjunge hält er sich in freier Natur auf und hat genügend Zeit, sich mit Dingen zu befassen, denen sein besonderes Interesse gilt. Das ist die Malerei.

Klengel Vaterhaus
Klengels Vaterhaus in Kesselsdorf

Doch der Vater gibt den Jungen nach dessen Entlassung aus der Dorfschule zunächst einmal in die nahe Landeshauptstadt Dresden in die Buchbinderlehre. Sein Lehrmeister steht in Verbindung mit dem Generaldirektor der neugegründeten Kunstakademie, Christian Ludwig v. Hagedorn (1712-1780) und stellt eines Tages diesem seinen Schüler vor. Dem Kenner entgeht nicht, welch ungewöhnliches Talent in dem Sohn eines Landmannes schlummert. Auf Veranlassung Hagedorns wird Johann Christian Klengel „... eines Bauern Sohn aus Kesselsdorf“ 1764 in die „... Liste derjenigen Scholaren, so bey der Zeichnungs-Academie unter Direction Hutins stehen“ eingetragen. Das ist eine Einrichtung, in der der „Academiemeister“ im Auftrage des Kurfürsten Zeichenunterricht an begabte junge Schüler unentgeltlich erteilt. Wöchentlich zweimal besucht Klengel nun den Unterricht Charles Hutins (1715-1776) und des Zeichenlehrers Christian Gottlieb Mietzsch (1742-1800). Er arbeitet nach dem lebenden Modell und legt sich mit vollem Eifer auf das Studium eines Historienmalers fest. Seine Lehrer bezeichnen ihn schon bald als „... vorzüglich gute Hoffnung“. Schließlich wird der Akademieprofessor und Hofmaler Christian Wilhelm Ernst Dietrich (1712-1774) auf den jungen Mann aufmerksam und nimmt Christian Klengel als Schüler in seine Obhut, auch bei Bernardo Belotto, genannt Canaletto (1721-1780), besucht der junge Mann fleißig einen Kurs über Perspektive. Er entscheidet sich nunmehr endgültig für die Landschafts- und Tiermalerei.



Letzte Aktualisierung ( Dienstag, 05 September 2006 )
 
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