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Heimatkreis Kesselsdorf
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Das Bergbauamt Freiberg gab am 3. September 1766 eine Betrachtung zu dem Vorschlag ab, die Geleiteinnahmen von Grumbach nach Kesselsdorf zu verlegen. Bei der Realisierung, so meint das Amt, müsse neben dem Hauptgeleite nach Kesselsdorf aber in Grumbach noch ein Beigeleite für die aus Dippoldiswalde nach Nossen und Meißen Ziehenden verbleiben. Offensichtlich war ein entsprechender Vorschlag aus dem Jahre 1749 auch nach 17 Jahren noch nicht realisiert. Am 28. Oktober lehnte der Kurfürst auch den wiederholten Antrag ab.

TafelEine großzügige Stiftung der Witwe Johanna Christina Hencker ermöglichte es 1767, die Kesselsdorfer Kirche kunstvoll ausmalen zu lassen. Wie die am Treppenaufgang zur Südempore angebrachte Erinnerungstafel beweist, durften sich auch damals schon betuchte Sponsoren für die Nachwelt verewigen.

 

 

 

 

 

 

Streit und Zank, Mord und Totschlag 

So mancher Einwohner unseres Dorfes betrachtete argwöhnisch das Treiben seiner Mitbürger, besser gesagt: seiner Konkurrenz. Johann Christian Wustlich, der im Juni 1764 eine Konzession zum Weinschank und Kuchenbacken in seinem Haus erhalten hatte, reichte am 3.Juli 1767 eine Beschwerde ein, dass der Schmied Heymann und der Bauer Schönert widerrechtlich Wein, Semmeln und Kuchen verkauften. Dem Schmied war das unlängst bei Strafe verboten worden, Schönert aber besaß in Kötzschenbroda einen eigenen Weinberg und durfte somit den selbst gebauten Wein ausschenken.SiegelWas hatte den Tagelöhner Georg Kubasch aus Plauen bewogen, am gleichen Tag den Knecht Kobitz aus Boderitz auf offener Kesselsdorfer Flur zu erschlagen? Wir wissen es nicht. Der Mörder wurde jedenfalls ergriffen, legte ein volles Geständnis ab und wurde am 11. Februar 1768 in Dresden durch das Rad hingerichtet.1770 ging der unendliche Streit der Kesselsdorfer Schenkenbesitzer weiter. Eleonora Zschommler schrieb am 10. Januar an den Kurfürsten, ihre Schenke habe "...seit 1421 die Freiheit und Genehmigkeit, alles darinnen zu tun und zu halten, wie es in einem Kretzschmar oder Erbschenken gewöhnlich ist und daß solches gnädigste Privilegium der damalige Besitzer solchen Kretzschmars, Hannß Gutzke zu Dresden, von Herrn Friedrich dem Jüngeren etc. vergünstiget erhalten hat." Nun aber kam der oben genannte Wustlich mit seiner neuen Konzession daher und verdarb offenbar der guten Frau das Geschäft. Sie bat den Landesvater deshalb als die mit älteren Rechten Ausgestattete, dem Wustlich die Genehmigung wieder abzunehmen. Schule1771 intervenierte der jetzige Schenkenbesitzer Johann Georg Zschommler erneut wegen des Bierpreises, und die Angelegenheit zog sich gerichtlich bis ins Jahr 1773 hinein - am 18. Januar entschied Friedrich August III. als oberster Gerichtsherr zu Zschommlers Gunsten und ordnete über das Procurator-Amt Meißen an, dass diesem das Recht, bei hohen Getreidepreisen den Bierpreis ebenfalls anzuheben, zugestanden werde. Wustlich freilich behielt seine Konzession, und am 5. Dezember 1777 übertrug der Kurfürst die Erlaubnis zum Wein- und Kuchenverkauf auch auf dessen Sohn Gottfried Ernst.



Letzte Aktualisierung ( Samstag, 02 September 2006 )
 
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