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Heimatkreis Kesselsdorf
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Startseite arrow Die Geschichte arrow 1. Vom dunklen Anfang bis zur Zeit der Reformation
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Die Zeit bis zur Reformation 

In einer Urkunde vom 15. Juni 1324 wird unter den Räten der Stadt Dresden auch der Name eines Gunther von Kessilstorf angeführt. Ob dieser Mann ein Nachfahre des 101 Jahre zuvor erwähnten Gerhardus oder derzeitiger Besitzer oder nur dort gebürtig war, bleibt offen. Laut einem Register der landesherrlichen Zinsen aus dem Jahre 1378, das die Einnahmen aus den einzelnen Orten nach den Ämtern an den Markgrafen verzeichnet, gehörte Kezzilstorf in den Burgbezirk Dresden. Auch im Matricula jurisdictionis egiscogatus Misnensis von 1346 bis 1495, das die ältesten überlieferten Formen der Ortschaften der hiesigen Gegend aufführt, wird Kesselsdorf im Sedes (Gerichtsbezirk) Dresden genannt. Der Ortsname erscheint in unterschiedlicher Schreibweise als Kesselsdorff, Keselsdorff und Keßelsdorff.
In einem pergamentenen Gebetbuch aus dem Jahr 1415 wird erstmals der Name eines Kesselsdorfer Pfarrers genannt: "...Item das ist geschoyten nach Christi geburth Tausend vyrhunderth und yn dem 15.Jahre von dem pfarrer der da geheyseth hath Johannes Creyhsse und von dem ganzen kirchspyel zu Kesselßdorff..."

 

Wem gehört Kesselsdorf?

Schönberg1421 erscheint zum ersten Mal der Name Czugk in den uns bekannten Urkunden. Friedrich der Streitbare, damals Markgraf von Meißen, ab 1423 Kurfürst von Sachsen, erlaubte am 20. Januar dem Dresdner Bürger Hans Czugk "...zcu bauen und zcu machen eynen kreczmer in deme dorffe Kessilstorff...", also Bau und Betrieb eines Kretzschams (einer Schänke). Bischof Johann IV. von Meißen ging noch weiter und reichte Elisabeth, der Witwe von Hans Czugk, am 13. Juli 1428 den Ort zum Leibgedinge, d.h. er belehnte sie mit dem ganzen Dorf Kesselsdorf. Neun Jahre später reichte derselbe Bischof dem Peter Czugk, Bürger zu Dresden, das nach seines Vaters Tod von ihm geerbte Dorf abermals zu Lehen. Der behielt es freilich nur noch sieben Jahre und verkaufte Kesselsdorf am 11. Juli 1444 an den Dechanten des Stifts Meißen, . Bischof Johann IV. belehnte den Dechanten, der später selbst Meißner Bischof werden sollte (1451), mit dem erkauften Ort, den derselbe "...zu seinem Seelengeräte bescheiden möge...", behielt sich jedoch den Wiederverkauf vor: "...unde habe ym das genannte Dorff Kessilstorff...gereicht und geligin mit allin leuthen, erbgerichten, zinsen...unde dem kirchlehin daselbist für 6 Schock, 6 Groschen und 4 Heller abgekauft." Dieser Vertrag führte auf lange Zeit zu heftigen Zerwürfnissen zwischen dem Meißner Stift als Besitzer des Kretzschams und der Stadt Dresden als Vertreterin des Rechtes der sog. "Biermeile". In diesem ist das Ausschankverbot fremder Biere innerhalb einer Meile im Umkreis der Stadt festgelegt. 1460 griff schließlich der Bischof von Meißen selbst ein, um "...den Mutwillen der Bürger von Kesselsdorf vom Schankgut fernzuhalten", und führte Klage beim Kurfürsten. 1468 taucht der Name Czugk ein weiteres Mal auf. In einem Register werden als bischöfliche Lehensträger für den Ort Kesselsdorf sowohl der St.Barbara-Altar der Kreuzkirche zu Dresden als auch Hanns Czugk, wahrscheinlich ein Sohn des Peter Czugk, genannt. Demnach müßte der Ort (nach 1463, dem Todesjahr von Caspar v. Schönberg?) zum Teil wieder an die Familie Czugk gegangen sein. Urkundlich ist kein Nachweis zu erbringen. Noch verworrener erscheinen uns die Besitzverhältnisse, wenn man das Testament v.Schönbergs hernimmt, demzufolge er Kesselsdorf nach seinem Tode (1463) dem Domkapitel zu Meißen vermacht. Als im gleichen Jahr der Domherr Johannes v. Harra stirbt, befindet sich das Dorf in seinem Besitz.



Letzte Aktualisierung ( Montag, 14 September 2009 )
 
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