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Heimatkreis Kesselsdorf
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Der Anfang

Die These, wonach im 12. Jahrhundert durch unser Gebiet ziehende und Neuland suchende Franken und Thüringer die Orte im Wilsdruffer Gebiet gegründet haben sollen, ist verlockend, aber umstritten. Wahrscheinlich fanden sie Kesselsdorf bereits als slawische (sorbische) Siedlung vor. Slawische Volksstämme nahmen nach dem Abzug der Germanen nach dem Westen (Völkerwanderung, 6. Jahrhundert) auch deren Platz im heutigen Sachsen ein, im Bereich der mittleren Elbe waren das die Nisaner.Sie mieden zunächst die dichten Wälder, aber Ansiedlungen an schon bestehenden Wegen, von wo aus der Wald gerodet werden konnte, sind durchaus denkbar.

Der deutsche König Heinrich I. eroberte im 10. Jahrhundert das Siedlungsgebiet der Slawen in Sachsen, errichtete militärische Stützpunkte, ließ aber die slawischen Stämme im wesentlichen unbehelligt. Die heutige Straße zwischen Dresden und Wilsdruff, an der Kesselsdorf liegt, existierte sicherlich schon vor der Gründung des Ortes als Verbindung zwischen der Elbe (Übergang beim späteren Dresden) und dem Kloster Altzella bei Nossen. Die Slawen waren freie Leute, und in der einzig überlieferten Urkunde des Bischofs Benno von Meißen (1066 - 1106) aus dem Jahre 1071, deren Echtheit freilich angezweifelt wird, ist die Rede von einem "freien Mann namens Bor, von Geburt ein Slave", der fünf Dörfer seines Besitzes im Gau Nisan dem Stift Meißen im Austausch gegen fünf andere Dörfer überläßt. Diese fünf Dörfer sind möglicherweise identisch mit fünf namentlich genannten Orten in einer Bestätigungsurkunde des Papstes Innocenz II. vom 27.Februar 1140, also sieben Jahrzehnte später, darunter auch Jacelize, in dem Sprachforscher den Keim des späteren Kesselsdorf zu erkennen glauben. UrkundeDie Verfechter eines deutschen Ursprungs von Kesselsdorf berufen sich auf Erkenntnisse, wonach die Trennlinie zwischen deutschen und sorbischen Ortsgründungen über Kesselsdorfer Flur verläuft. Die breiten, gleichmäßigen Streifen, in denen die Felder noch heute von den Höfen zur Flurgrenze ziehen, seien charakteristisch für deutsche Ansiedlungen. Der Ort Kesselsdorf sei demnach auf deutschem Rodeland des 12. bis 13. Jahrhunderts entstanden.Unterstützt wird diese Theorie durch eine im nahegelegenen Ort Sora aufgefundenen Urkunde aus dem Jahre 1186, die eine fränkische Kolonisation der hiesigen Gegend belegt. Erstmals unzweifelhaft nachgewiesen wird Kesselsdorf in einer auf den 9. Februar 1223 datierten Gerichtsurkunde (links) aus dem Nachbardorf Grumbach, die von einem Gerhardus miles de Kezcelesdorf (Ritter Gerhard von Kesselsdorf) und einem Heinrici frat eius (der leibliche Bruder des Ritters oder der Geistliche des Ortes?) unterzeichnet ist. Demnach ist das Dorf ein Herrensitz. Verwaltung und Verteidigung unterstehen dem Markgrafen von Meißen.



Letzte Aktualisierung ( Montag, 14 September 2009 )
 
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